#92: Uran-Munition

Behauptung: Aus Abfällen der Urananreicherung wird radioaktive Munition.

Die EWS behaupten (Originalgrund)

Viele Armeen, unter anderem die der USA, setzen Munition aus abgereichertem Uran ein. Beim Aufprall zerstäubt es, explodiert und kontaminiert die Gegend. Radioaktive Partikel verursachen schwere Gesundheitsschäden bei Soldaten und Zivilisten.

Die Militärs verweisen auf die hohe Durchschlagskraft des extrem dichten Materials. Die Atomindustrie profitiert von einer kostengünstigen »Entsorgung« ihrer strahlenden Abfälle.

„Weiterführende Informationen” der EWS

Richtig ist …

Um einer Suggestion gleich vorzubeugen: Uranmunition wird nicht wegen ihrer Radioaktivität, sondern wegen ihrer hohen Dichte eingesetzt.

Ansonsten handelt es sich um eines der vielen Märchen rund um Radioaktivität, die sich wohl ewig halten. Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Natürliches Uran ist radiologisch nahezu, abgereichertes Uran sogar völlig unbedenklich. Selbst fein zerstäubt, wie in Uranmahlwerksanlagen, ein Arbeitsleben lang eingeatmet, wurden unter den Mitarbeitern keine gesundheitlichen Auswirkungen festgestellt – klar belegt durch epidemiologische Studien. Und das, obwohl es sich hier um die tausend- bis millionenfach höhere Belastung handelte.

Sämtliche Studien, auch die hier zitierten Beobachtungen des irakischen Arztes, bleiben den eigentlichen Nachweis des Zusammenhangs zwischen Krebsrisiko der Bevölkerung und der Verwendung von Uran-Munition schuldig. Aus diesem Grund sind Entschädigungsleistungen wegen der „Kontamination” durch abgereichertes Uran in den USA auch abgelehnt worden.

Aber schon das „Zerstäubungsszenario” ist absurd. Wer neben einem einschlagenden Urangeschoss steht, dürfte wirklich andere Sorgen haben, als vielleicht etwas von den kurz andauernden hypothetischen Uran-Dämpfen einzuatmen.

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3 Antworten zu #92: Uran-Munition

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