#59: Wasser in Gorleben

Behauptung: Auch im Salzstock Gorleben gibt es Wasser.

Die EWS behaupten (Originalgrund)

Nicht nur in dem ehemaligen »Versuchsendlager« Asse II umspült Wasser die Atommüllfässer. Auch der Salzstock Gorleben ist nicht trocken. Beim Bau des »Erkundungsbergwerkes « dort kam es mehrfach zu Wasser- und Laugeneinbrüchen, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ortete ein Laugenreservoir von bis zu einer Million Kubikmetern.

Weil schützende Tonschichten über dem Salz fehlen – hier verläuft die 300 Meter tiefe, mit Geröll gefüllte Gorlebener Rinne –, hat dieses überdies direkten Kontakt zum Grundwasser.

Im Gegensatz zu Asse II ist in Gorleben noch kein Atommüll unter der Erde – dank des hartnäckigen Widerstands der Bevölkerung.

„Weiterführende Informationen” der EWS

Richtig ist …

Eine Million Kubikmeter – das soll zwar nach viel klingen, entspricht aber nur einer Kantenlänge von hundert Metern. Dies vergleiche man mit der kilometerweiten Ausdehung des Salzstocks und mit dem Alter von mehreren hundert Millionen Jahren, in denen sich das Wasser eingelagert hat.

Wassereinlagerungen sind für Geologen ein „alter Hut” und wurden selbstverständlich bei der Begutachtung Gorlebens von Anfang an berücksichtigt. Genau so altbekannt und unsinnig ist das immer wieder „hervorgezauberte” Argument der eiszeitlichen Rinne, von dem die Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe inzwischen deutlich genervt sind.

Über einen Zeitraum von einer Million Jahren hat jeder Salzstock viele Eiszeiten zu überstehen, in denen sich zahlreiche „Rinnen” bilden werden, der Gorlebener Rinne kommt hier also überhaupt keine besondere Bedeutung zu. Im Gegenteil zeigt sie doch, dass der Salzstock, der den eigentlichen Schutz darstellen soll, davon praktisch unberührt ist.

Noch absurder ist der Vergleich mit Asse, wo eine durch den Bergbau bedingte fast vollständige Aushöhlung bis an den Rand des Gesteins in einem ungleich kleineren Salzstock zu einem stärkeren Einsickern von Wasser führt. Auch dies ist bekannt, deshalb wurde die Asse auch nur zur Erprobung von Einlagerungstechniken anhand schwach- bis mittelaktiver Abfälle vorgesehen. Dafür ist sie allemal geeignet.

Und zum Schluss eine einfache Frage bezüglich der Durchlässigkeit: Wieso ist das Gorlebener Grundwasser nicht salzig?

Dieser Beitrag wurde unter Atommüll & Entsorgung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *
Oder: Falls du registriert bist, melde dich an.

*