#16: Tritium

Behauptung: Radioaktive Abfallstoffe aus Atomkraftwerken bauen sich sogar in die DNA ein.

Die EWS behaupten (Originalgrund)

Atomanlagen geben große Mengen radioaktiven Wasserstoffs (Tritium) an Luft und Wasser ab. Menschen, Tiere und Pflanzen nehmen es über Atemluft und Nahrung auf. Der Körper baut Tritium und tritiiertes Wasser wie normalen Wasserstoff und normales Wasser in alle Organe ein, sogar direkt in die Gene. Dort kann ihre Strahlung Krankheiten und Erbschäden auslösen.

„Weiterführende Informationen” der EWS

„Quellen” der EWS

Richtig ist …

Die Umweltbehörden des Landes Baden-Württemberg geben für ihre Kernkraftwerksblöcke Emissionen in das Wasser (in die Luft ist es viel weniger) von 10.000, maximal 20.000 Gigabecquerel an – das ist 0,005% der von der Natur selbst ständig erzeugten Tritiummenge. Selbst alle Kernkraftwerke auf der Erde zusammen können nicht näherungsweise die natürliche Tritiumproduktion erreichen.

Tritium ist also fast ausschließlich natürlichen Ursprungs. Aber selbst von einem „Schluck” Tritium werden nur 3% tatsächlich auch von den Zellen aufgenommen, und nach 6 Wochen ist die Hälfte davon schon wieder ausgeschieden. Radioaktiver Kohlenstoff, ebenfalls natürlichen Ursprungs, befindet sich sogar in 150-facher Menge wie Tritium im Körper, in allen Organen und auch in den Genen. Und der strahlt auch noch mit zehnfacher Energie.

Schließlich noch ein interessanter Vergleich: Die in Deutschland zugelassene Höchstgrenze von Tritium-Leuchten, die man als Schlüsselanhänger verwendet, ist 1 Gigabecquerel, im Ausland sogar bis zu 80 Gigabecquerel. Das Kernkraftwerk Krümmel emittierte knapp 30 Gigabecquerel pro Jahr in die Luft.

Dieser Beitrag wurde unter Grenzwerte & Gesundheitsschäden veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu #16: Tritium

Kommentare sind geschlossen.