#2: Vertreibungen

Behauptung: Uranabbau zerstört die Lebensgrundlagen von Zehntausenden.

Die EWS behaupten (Originalgrund)

Rund 70 Prozent der Welt-Uranreserven liegen auf dem Gebiet indigener Bevölkerungsgruppen. Der Uranabbau zerstört ihre Dörfer, raubt ihre Weide- und Ackerflächen, vergiftet ihr Wasser.

Allein die Regierung Nigers hat im Jahr 2008 ausländischen Investoren für ein riesiges Gebiet im Norden des Landes 122 Konzessionen zum Abbau von Uranerz erteilt – über die Köpfe der hier lebenden Tuareg hinweg. Wie in vielen Uranabbaugebieten droht auch ihnen Enteignung und Vertreibung. So wie am 26. Januar 1996 im indischen Chatijkocha: Assistiert von Polizeieinheiten walzten die Bulldozer des Bergbauunternehmens dort ohne Vorwarnung Hütten, Scheunen und Äcker platt, um weiteren Platz für die Uranmine zu schaffen.

„Weiterführende Informationen” der EWS

Richtig ist …

Die meisten Uranreserven befinden sich nicht „auf dem Gebiet indigener Bevölkerungsgruppen”, sondern in hochzivilisierten Ländern wie Australien und Kanada, die aber auch Ureinwohner haben. Das Klischee von Eingeborenendörfer niederwalzenden Bulldozern kann hier also nicht bedient werden, denn beides sind zivile Rechtstaaten, in denen die Ureinwohner inzwischen hohe Rechte haben.

Niger als instabiles Entwicklungsland und einem Uranförderungsanteil von 8% ist nicht gerade repräsentativ für die gesamte globale
Uranförderung, und der schon etwa 20 Jahre alte Vorfall in Indien (0,7% Uranförderungsanteil) schon gar nicht. Dass in solchen Ländern wie Niger Machtinteressen gegen die Bevölkerung leichter durchgesetzt werden können ist kein spezielles Merkmal der Uranförderung.

Die gemessene radioaktive Kontamination wäre, obwohl sie in Niger die extrem konservativen WHO-Grenzwerte überschreitet, nicht gefährlich, selbst wenn man ausschließlich dieses Wasser trinken würde – dies belegen ganz klar DNA-Studien im Niedrigdosisbereich. Von einer Vergiftung kann hier allenfalls durch Schwermetalle gesprochen werden, einem Problem, das bei jedem Bergbau anfällt und durch Aufbereitung behoben werden kann.

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4 Kommentare zu #2: Vertreibungen

  1. Kroll sagt:

    Mich persönlich würde ja die Studie des BFS interessieren… Wie sehen die Zahlen genau aus? hat mann die Belastung durch Staub und die Schwermetalle im Staub berücksichtigt? Werden Heute neue Arbeitsschutzmaßnahmen verwendet und Wie wirksam sind diese? Wurde jemals tatsächlich Gefahr für die Indigenen Völker festgestellt? Und mit welcher Begründung wird die für mich nachvollziehbare Entscheidung einfach dass was mann aus der Mine rausholte in der Mine zu deponieren ausgelacht?
    Der Film spielt oft mit Emotionen, Anschuldigungen Stehen im Raum, und Betreiber werden dazu nicht befragt (können sich nicht verteidigen), andersrum wird dass was Betreiber sagen Gegnern vorgezeigt, und frech ausgelacht (ohne zu begründen). Manche aussagen sind sichtbar aus dem Konzept gerissen, wie zum Beispiel die des Angestellten der sich von seiner Arbeit Geld verspricht. Dass war offensichtlich eine Antwort auf eine sehr persönliche Frage, die in einem objektiven Dokumentarfilm nichts verloren hat. Dass ist keine Pressekonferenz wo nur eine Frage erlaubt ist, es wurden bestimmt dutzende Fragen Gestellt, und dass ist die einzige Antwort die es Wert war in den Film zu kommen… Echt jetzt?
    Der Film gibt zwar Betreibern die Chance was zu sagen, aber Objektiv ist er deswegen noch lange nicht.

    • Kroll sagt:

      Sollte eigentlich ein Kommentar zum youtube Film vom M.Stark sein… keine Ahnung wieso der Post nicht richtig eingereiht wurde

      MFG Kroll

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